Thomas Brussig „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“
20 Jahre Mauerfall - 10 Jahre BerlinerZentralTheater„Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ von Thomas Brussig
Bühnenfassung für das BerlinerZentralTheater: Ulrich Radoy
Regie: Ulrich Radoy, Musikalische Leitung: Thomas Naumann
Dekoration: Hartmut Kohn / Hanka Vehabovic

Videotrailer
Info und weitere Fotos hier







Ein satirisches Theaterstück mit Rückblick auf einen Teil der jüngeren deutschen Geschichte in der aktuellen Inszenierung des BerlinerZentralTheaters.
Ostberlin Anfang der 1970er Jahre. Micha liebt Miriam, obwohl sie immer mit Westlern rumknutscht, Wuschel liebt die neue Stones –LP. Schuldirektorin Löffeling versteht nicht, was die Jugendlichen an der modernen Beat – Musik so schön finden, der ABV wird nicht befördert. Vater Kuppisch weigert sich, das ND zu lesen und die Nachbarin ist bei der Stasi… Ganz normaler DDR – Alltag im Schatten von Mauer und Stacheldraht. Ganz normal?
Viele, die die DDR „live“ erlebt haben, schauen mit Wut und Verbitterung auf die Vergangenheit zurück, andere wieder verklären sie und betreiben eine nahezu leidenschaftliche „Ostalgie“.
Das BZT will mit seiner Inszenierung weder das Eine noch das Andere bedienen. Es will durch die sehr individuellen Geschichten der handelnden Figuren Lachen provozieren, ein Lachen der Erleichterung, in das sich gleichzeitig die Erinnerung an persönlich Erlebtes im Guten wie im Tragischen mischt.
„Mensch, was haben wir die Luft bewegt. Es wäre ewig so weitergegangen.
Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.
Wir waren alle so klug, so belesen, so interessiert, aber unterm Strich war´s idiotisch. Wir stürmten in die Zukunft aber wir waren so was von gestern. Mein Gott, waren wir komisch, und wir haben es nicht einmal gemerkt.“
Thomas Brussig
Aufführungsrechte: henschel Schauspiel, Theaterverlag